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Geheimnisvolle Schönheit

 

Ich bin um 5 Uhr aufgewacht. Es ist an diesem schönen Sommertag längst schon hell geworden. Nach dem Frühstück gehe ich in den Kiliansdom, um ein paar Fotos zu machen. Nach der Schließung in den ersten Junitagen, hat man schon damit begonnen einige Ausstattungsgegenstände abzubauen und bis zur Restaurierung zwischenzulagern. Die Raumwirkung hat sich dadurch schon ein wenig verändert.

  

 

Als ich die Kirche betrete strahlen die Fenster im östlichen Hochchor in warmen Farben. Ins Auge fällt mir besonders das Fenster, das sonst hinter dem Altar verborgen ist. In wunderschöner Weise stellt es das Geheimnis der Eucharistie dar. Das Morgenlicht spiegelt sich im Chorraum. 

 

 

 

Eine geheimnisvolle Schönheit erfüllt den Raum. Da fehlte jetzt eigentlich nur noch ein wenig Weihrauch.

 

 

 

 

  

 

Der Patron der Kirche, der Hl. Kilian, steht mit anderen Heiligenfiguren im hinteren Bereich der Kirche. Ich „bitte“ den heiligen Bischof sich so zu stellen, dass ich ein Foto machen kann, das sonst in dieser Perspektive nicht möglich ist. Der Staub auf seinen Schultern stört mich nicht. Wen wundert´s wo er doch schon so lange als Missionar in Letmathe „unterwegs“ ist.

 

 

 

 

 

In der Marienkapelle fallen mir heute Morgen besonders die wunderschönen  Gesichter der Sandsteinmadonna und des auf dem Sohn sitzenden Sohnes ins Auge. Das ganze strahlt irgendwie Güte und Gelassenheit aus. Wie schön alles wirkt, wenn es ins rechte Licht gerückt ist!

 

 

 

 

 

Das ist u.a. ein wichtiges Ziel der Innensanierung: Durch neue Beleuchtungsmöglichkeiten die Schönheit dieses Gotteshauses und seiner Kunstschätze -die nicht selten von den Geheimnissen des Glaubens und der Liebe der Vorfahren zur Kirche erzählen- ins rechte Licht zu rücken.

Dankbar für diese morgendlichen Eindrücke und Gedanken beginne ich mein seelsorgliches Tagewerk.                                                     Pastor Frank D. Niemeier