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Wallfahrt vor Ort!

Fatima-Nationalmadonna vom 4. - 9. September im Pastoralverrbund Letmathe

 

 

 

In dieser außergewöhnlich krisenhaften Zeit, vom 4. - 9. September 2020, ist die Fatima-Nationalmadonna für Deutschland, im Zuge einer Pilgerreise durch das Erzbistum Paderborn -aus Dresden kommend- im Pastoralverbund Letmathe zu Gast. Darüber dürfen wir uns sehr freuen! Sie soll in unseren Kirchen je einen Tag lang verehrt werden.

 

 

 

Bei dieser Madonna handelt es sich um eine Marienfigur, die am 13. Mai 1967 in Fatima/Portugal vom Hl. Papst Paul VI. für Deutschland -mit päpstlichem Auftrag und Segen- geweiht wurde. Seitdem pilgert diese Marienfigur durch die deutschen Bistümer und Pfarreien mit dem Ziel, die Marienverehrung zu fördern und die Bedeutung der Botschaft von Fatima wach zu halten. Ganz so wie Papst Benedikt XVI. es schon in einer Predigt 2010 sagte: „Wer glaubt, das die prophetische Mission Fatimas beendet sei, der irrt sich.“

Der Ort Fatima liegt etwa 130 Kilometer nördlich von Lissabon und hat knapp 12.000 Einwohner. Fatima ist heute einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte der katholischen Kirche geworden. Viele Kranke körperlich und seelisch suchen hier Heilung.

Berichtet wird, dass am 13. Mai 1917 drei Hirtenkindern, Lucia dos Santos (gest.2005) und den Geschwistern Jacinta und Francisco Marto (2017 von Papst Franziskus heiliggesprochen), über einer Steineiche im „Tal des Friedens“ die Jungfrau Maria erschienen sei. Diese habe ihnen aufgetragen, künftig an jedem 13. Tag des Monats an diesen Ort zurückzukommen. Die Kinder vereinbarten untereinander Stillschweigen über diese Erscheinung. Das Mädchen Jacinta brach jedoch dieses Versprechen, und so fanden sich am 13. Juni einige Neugierige ein, die sich mit eigenen Augen überzeugen wollten, ob die Geschichte der Kinder stimmte. In den folgenden Monaten kamen immer mehr Menschen und so erlebten Zehntausende am 13. Oktober (6. und letzte Erscheinung) ein Sonnenwunder. Sie konnten problemlos die Sonne ansehen, während sich diese wie ein Feuerrad drehte. 1939 wurden die Erscheinungen für glaubwürdig erklärt und die öffentliche Verehrung Unserer Lieben Frau von Fatima an diesem Ort gestattet. Den drei Kindern wurden an 13. Juli 1930 die drei Geheimnisse von Fatima überliefert.

Sie wurden unterschiedlich gedeutet. Sie könnten sich auf die Endzeit, auf Kriege und das Sowjetreich bezogen haben - prophezeiten aber ganz sicher den Untergang einer Menschheit, die sich nicht zu Gott bekehrt.

Im Jahr 2000 wurde dann -nach jahrelangen Spekulationen!- durch Kardinal Joseph Ratzinger auch das dritte Geheimnis, aus dem Geheimarchiv des Vatikan, bekannt gegeben. Es soll die Vorhersage des Attentats auf Papst Johannes Paul II. am 13. Mai 1981 gewesen sein. In einem Vertrauensakt weihte der Papst schon am 7. Juni (Pfingsten) 1981 -in Abwesenheit wegen der Verletzungen- die Welt dem Unbefleckten Herzen Mariens. Die Attentatskugel ist später in die Krone der Marienstatue in Fatima eingearbeitet worden. Alle Päpste hatten zu diesem Erscheinungsort eine besondere Beziehung.

Im Jahr 2019 kamen rund 6,3 Millionen Pilger nach Fatima, mehr als zu allen anderen Wallfahrtsorten in Europa. Viele kamen in einer der 4384 Pilgergruppen. Die 2007 geweihte neue Basilika von Fatima ist die viertgrößte der Welt und verfügt über 9000 Sitzplätze.

Liebe Schwestern und Brüder,

wir wollen die besonderen Tage nutzen, um der Gottesmutter unsere je persönlichen Anliegen zu bringen und für Kirche, Gesellschaft und Welt zu beten. Dabei schließen wir all jene besonders ein, die unter den Folgen der Pandemie zu leiden haben und all jene die verängstigt sind. Beten wir für den inneren Frieden in unserer Gesellschaft und den Frieden in der Welt, um eine neue Wertschätzung menschlichen Lebens von Anbeginn bis zum natürlichen Tod. Beten wir, nicht zuletzt, für eine Neuevangelisierung Europas und eine Belebung der eigenen Spiritualität, damit uns Buße und Umkehr in rechter Weise gelingt, wir in Glaube, Hoffnung und Liebe leben und wir das Ziel unserer irdischen Pilgerreise nicht aus den Augen verlieren.

Das „Wallfahrtsprogramm“, das den Einschränkungen verantwortungsvoll angepasst wird, werden wir noch bekanntgeben. Einzelne und Gruppen die sich gestalterisch beteiligen möchten, melden sich bitte in den Pfarrbüros.

Bitte behalten Sie die Tage im Auge. Herzliche Einladung!

 

Einen gesegneten Sonntag und eine gute Zeit wünscht Ihnen

 

Frank D. Niemeier, Pastor