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Heiliges Grab – eine alte Tradition der Karwoche lebt in Letmathe wieder auf.

In der kleinen von außen zugänglichen Krypta des Kiliandomes wird in diesem Jahr die alte Tradition eines „Heiligen Grabes“ neu aufgegriffen.

Mit dem Begriff „Heiliges Grab“ werden in der Kunstgeschichte bauliche Nachahmungen und figürliche Szenerien bezeichnet, die innerhalb oder außerhalb von Kirchen an die Grablegung Jesu erinnern.  Nach der Karfreitagsliturgie bis zum Abend der Osternacht, oder mancherorts das ganze Jahr über, sind sie für viele Menschen Orte der Erinnerung und des Gebetes. Vielfach findet sich auf Bergen in der Nähe von Wallfahrtsorten eine Grablege-Kapelle oder Höhle, die man betend - oft an Kreuzwegstationen vorbei - erstiegen hat.

In der Pfarrkirche St. Kilian gab es in alter Zeit ein aufwendig aufgebautes „Heiliges Grab“ im Kiliansaltar. In den letzten Jahrzehnten wurde es mit Hilfe eines romanischen Kreuzes vor dem Marienaltar dargestellt. Vor einigen Wochen konnte nun in Folge eines Besuches von Diözesan-museumsdirektor Prof. Dr. Christoph Stiegemann aus Paderborn, der von der Idee sehr angetan war, eine figürliche Darstellung des im Grab liegenden Christus aus den Beständen des Erzbistums für Letmathe organisiert werden.

Sie wurde aus Attendorn geholt und zunächst zur Reinigung und Überarbeitung in die Restaurationswerkstatt Scholand nach Marsberg-Oesdorf gebracht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So kann in dieser Karwoche eine alte Tradition in neuer Weise aufleben und Krypta und Kirche laden zur stillen Andacht ein. Am Karfreitag ist die kleine Krypta als „Heiliges Grab“ von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet. Am Karsamstag von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Blumen sind willkommen und werden dann Ostern in die Kirche gestellt.